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England: Bearbeiten

Berkeley

Die im 12. Jahrhundert errichtete Festung, die im Herzen des malerischen Tales Vale of Berkeley thront, ist das beeindruckende Monument einer längst vergangenen Zeit und befindet sich seit nahezu 800 Jahren ereignisreicher Geschichte im Besitz ein und derselben Familie. Noch heute kann man im alten Turm ein tiefes Verließ besichtigen, in welches man einst verrottende Tierkadaver warf sowie Leichen von Untertanen, die ihrem Herrn, den mächtigen Lord Berkeley, verärgert hatten.

Der Gestank, der aus dieser von Krankheiten befallenen Grube emporstieg, erwies sich wiederum als ausgezeichnete Strafe für bestimmte Edelleute, die es sich mit der Berkeley-Familie verscherzt hatten. Die Unglücklichen wurden nämlich in eine winzige Zelle gesperrt, wo ihnen nur die verpestete Luft aus der anliegenden Grube zum Atmen blieb. Da die meisten Menschen diese Dämpfe auf Dauer nicht überlebten, war dies für die Berkeleys eine bequeme Methode, sich ihrer Widersacher zu entledigen, ohne einen beweisfähigen Mord zu verüben.

Eduard II

Portrait von Eduard II.

Im Jahre 1327 nach seiner Absetzung wurde Eduard II. auf Veranlassung seiner Frau, der Königin Isabelle, und ihres Liebhabers, Roger Mortimer, in diese höllische Zelle gesperrt, die er, wie sie hofften, nach ein paar Tagen nicht mehr lebend verlassen würde.

Der König wies sich allerdings als erstaunlich widerstandsfähig. Er erkrankte zwar, konnte sich aber wieder erholen und hielt es schließlich ganze fünf Monate in diesem grausamen Kerker aus, bis die Königin ungeduldig wurde und Eduards Gefängniswärter, Sir John Maltravers und Sir Thomas Gurney, beauftragte, ihren Ehemann so aus dem Weg zu räumen, wie sie es für angebracht hielten.

Kurz darauf, am 21. September 1327, starb Eduard II. den wohl grausamsten Tod, den ein britischer Monarch jemals erlitten hat. Man ergriff ihn, pflockte ihn bäuchlings auf ein Bett und schob eine Art Trichter in sein Gesäß, durch den ein glühender Spieß in seine Gedärme gerammt wurde. Der König erlitt dabei so schreckliche Qualen, dass seine schmerzerfüllten Schreie angeblich bis weit über die Festungsmauern zu hören waren und seitdem alljährlich an seinem Todestag wiederhallen.

Quellen Bearbeiten

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