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Das verarmte Paar

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Die Geschichte beginnt irgendwo in einem Lokal, wo ein uralter Mann jedem interessierten Gast folgendes erzählt:

In einer kleinen Stadt lebte ein vollkommen verarmtes Paar; nennen wir sie mal Jasmin und Sascha. Eines Tages klopfte es an der Tür und als Sascha öffnete, stand dort ein zerlumpter, alter Mann. Er fragte, ob er etwas zu essen haben könne. Jasmin und Sascha meinten, dass sie selbst nur ein Stück Brot und Käse hätten, dies wollten sie aber gerne mit ihm teilen. Als sie mehr schlecht als recht gesättigt waren, meinte der alte Mann, dass er ein Abgesandter des Allmächtigen sei und beide nun je einen Wunsch frei habe. Insgeheim glaubte Sascha dem Alten nicht und da ihm auch nichts vernünftiges einfiel, wünschte er sich, dass zukünftig jeder an einem ihm gehörigen Gegenstand festkleben solle, der ihm gehöre. Der Alte wunderte sich über den merkwürdigen Wunsch und fragte nun Jasmin. Die fragte, ob sich noch ein Weilchen überlegen könne. Der Alte stimmte zu, dass er ihren nächsten, geäußerten Wunsch erfülle und verschwand.

Kaum war der Alte weg, wurde Jasmin richtig sauer. Sie meinte, Sascha hätte sich doch Geld im Übermaß wünschen sollen. Was habe sie bloß für einen Dummkopf von Mann. Wahrscheinlich würde sie ohne ihn besser zurecht kommen. Am besten wäre es, wenn ihn doch der Teufel hole.

Kaum hatte sie dies ausgesprochen, erschien der Teufel, um Sascha mitzunehmen. Zum Schein sagte Sascha, da müsse er sich wohl fügen. Er brauche nur ein paar Minuten, um sich fertig zu machen und der Teufel könne solange auf seinem Stuhl Platz nehmen. Kaum hatte der Teufel dies getan, holten Jasmin und Sascha lange Knüppel hervor und begannen auf den Teufel einzuschlagen. Der konnte sich nicht wehren, da er ja auf den Stuhl regelrecht gefesselt war. Als es immer schlimmer wurde, bat er damit aufzuhören. Jasmin und Sascha forderten dafür Geld im Übermaß. Der Teufel erklärte sich einverstanden; wenn er nach 7 Jahren wiederkommen kommen könne, um Sascha mitzunehmen. Gesagt. Getan. Jasmin und Sascha genossen die nächsten 7 Jahre das Leben. Dann war es soweit. Der Teufel kam zurück. Sascha bot ihm wieder an, sich zu setzen. Der Teufel lehnte dies natürlich ab. Scheinbar resignierend und unendlich langsam begann Sascha seine Sachen zu packen. Als er fertig war, fragte er den Teufel, ob er ihn wohl seine Jacke reichen könne. Sie hänge an einem Nagel an der an der Tür. Der Teufel sah, wie Sascha bibberte und um das Ganze endlich zu beschleunigen, griff er nach der Jacke und hing an ihr fest. Wieder schnappten Jasmin und Sascha lange Knüppel und prügelten mehr als vor 7 Jahren auf den Teufel ein. Der war danach selbst ein solches Häufchen Elend, dass er gerne bereit war, nochmals Geld dazulassen und auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.

Die nächsten Jahrzehnte verprassten Jasmin und Sascha nun nur Geld.

Eines Tages starb Sascha aus Altersgründen und seine Seele machte sich zunächst auf dem Weg zum Himmel. Dort angekommen, traf er zu seiner freudigen Überraschung den alten Mann, mit dem seine Geschichte einst begann. Die Freude wurde jedoch schnell zu einer Enttäuschung, da der Alte ihm den Eintritt verwehrte. Sascha habe soviel Reichtum gehabt, aber nichts Gutes damit getan. Sein ganzes Leben habe seit der letzten Begegnung nur aus Müßiggang bestanden. Als Sascha nun verzweifelt fragte, wo er denn hinsolle, empfahl ihn der Alte doch mal bei der Gegenseite nachzufragen.

Sascha machte auf dem weiten Weg. Dort angekommen klopfte er an die Höllenpforte. Als der Teufel aber hörte, dass Sascha draußen sei, weigerte er sich die Pforte zu öffnen. Sascha würde ihm doch nur die Hölle auf den Kopf stellen oder am Ende ihn sogar stürzen.

Damit endet die Geschichte und viele Zuhörer fragten den uralten Mann in dem Lokal, was denn nun aus Sascha geworden sei

Der uralte Mann lächelte darauf hin verschmitzt. Beim Weggehen meinte er aber noch, tja was bleibt einem noch als Drittes zwischen Himmel und Hölle...und übrigens heiße ich Sascha.

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