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Der Leuchtturmwärter

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Diese Legende stammt aus Deutschland, aus dem Friesländischen Raum an der Nordsee. Sie ist in verschiedenen Versionen verbreitet und wird oft anders erzählt und weitergegeben. So habe auch ich sie von Verwandten erzählt bekommen:

Die LegendeBearbeiten

Die Legend stammt ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert und erzählt von einem kleinen Ort im friesischen Raum. Dort soll einst ein Leuchtturmwärter gelebt haben. Er war ein frommer, herzlicher Mann, der stets seine Arbeit verrichtete, welche viel Verantwortungsbewusstsein erforderte. So leitete er jahrzehntelang Schiffen den sicheren Weg an den gefährlichen Felsküsten der Nordsee vorbei. Eines Tages jedoch wurde der Leuchtturmwärter als vermisst gemeldet, nachdem man ihn nicht in seinem Leuchtturm und auch nicht woanders in der Stadt auffand. Man schickte Suchtrupps los, die auch das Watt bei Ebbe durchsuchten. Dort fand man schließlich den leblosen Körper des alten Mannes im Schlamm liegen. Bei ihm einen Stock, eine erloschene Öllampe und einen Sack mit Muscheln. Alle Einwohner des Ortes waren erschüttert und trauerten um den guten alten Mann. Sie wussten, dass er sich jede Woche auf die Suche nach Muscheln im Watt machte. Höchstwahrscheinlich hatte er sich verletzt oder die nächste Flut nicht richtig eingeschätzt und so ertrank er. Nachdem man seinen Tod verkraftet hatte brauchte man nun einen neuen Leuchtturmwärter. Kinder oder Familie hatte der alte Eremit, der im Leuchtturm lebte, nicht. Man wartete noch eine Zeit ehe man einen neuen Wärter bestimmte. Doch etwas merkwürdiges geschah: Man sah, dass das Licht oben im Leuchtturm brannte. Erst dachte man, es sorge schon jemand dafür, dass das Licht im Turm weiter brannte, aber es gab sich auch niemand zu erkennen. Das Licht erlosch nicht. Es brannte Tag und Nacht, obwohl jegliches brennbares Material zu fehlen schien. Die Einwohner des Dorfes, welche überwiegend selbst schon sehr alt waren, waren fest überzeugt, dass der Geist des alten Wärters seiner Pflicht und Verantwortung selbst im Tode noch treu blieb und so stets seine Arbeit leistete. Man hörte sogar von Leuten die sich auch des Nachts im Watt verirrten und sich selbst schon tot glaubten, als sie ein Licht im Watt sahen. Sie folgten diesem und erkannten die Umrisse eines Mannes mit einem Mantel, Regenhut und einer Laterne, der ihnen einen weg zu weisen schien. Als sie zu ihm hinrannten und wieder an der sicheren Küste ankamen, war der Mann verschwunden. Viele Seeverunglückte berichteten später ähliche Geschichten. Ob diese wahr waren oder nicht? Das war den Betroffenen egal. Sie hatten einen Schutzengel, der die Nordsee bewachte.



Wohlmöglich wurde diese Geschichte in verschiedene Orte weitergetragen und man erzählte sie auch in anderen Orten und änderte sie um, wie es mit Geschichten so ist. Beweise habe ich auch keine richtigen, nur diese Erzählung von meinen Verwandten, welche sie auch erzählt bekommen haben und auch schon lange an der Nordsee wohnten.

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