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Es war am Vorabend des ersten Weihnachtsfeiertages 1987 in Janesville, Wisconsin. Tatsächlich fiel in diesem Jahr schon seit zwei Tagen Schnee. Die alleinerziehende Mary Olsen entschloss sich, ihren beiden Kindern bei einem gemütlichen Kaminfeuer eine Weihnachtsgeschichte vorzulesen. Sie schleppte einige Holzscheite aus der Gartenhütte heran, die ihr Mann, der vor einem Jahr urplötzlich verschwunden war, gebaut hatte. Ein Schicksalsschlag, den die junge Frau immer noch nicht verdaut hatte, schließlich sie war stets überzeugt, ihr Mann Anderson würde sie und ihre gemeinsamen Kinder über alles lieben. Als das Feuer geschürt war und prasselnd aufflammte, rief sie ihre Kinder herbei und las ihnen Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte vor.

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Nach einer halbe Stunde bemerkten Mary und ihre Kinder allerdings einen merkwürdigen süßlich-stechenden Geruch, der sich allmählich ausbreitete. Aufgeschreckt vermuteten sie, sie hätten den Gas-Herd nicht abgestellt. Fehlanzeige. Der war es nicht. Auch ein schmorendes Kabel schlossen sie aus. Schnell stellten sie fest, dass der merkwürdige Duft aus dem Kamin drang. Doch schienen weder das Brennholz noch der Grillanzünder der Grund dafür zu sein. Aus Sorge rief Mary einen Nachbarn herüber. "Wahrscheinlich ist etwas in den Schornstein gekrochen und dort gestorben", vermutete er. "Ein Vogel oder ein Eichhörnchen. Das kokelt jetzt da vor sich hin." Mary löschte das Feuer und rief am nächsten Tag einen Kaminreiniger. Als dieser kam und auf dem Dach stehend mit einer Lampe in den schmalen Schacht leuchtete, wurde er kreidebleich. "Ich fürchte, wir sollten die Polizei rufen", stammelte er. "Ich glaub, da steckt jemand drin." Eine Stunde später die grausige Wahrheit. Mit einem Seil zogen einige Polizisten und Feuerwehrmänner einen Mann in einem halbverkohlten Weihnachtsmannkostüm aus dem engen Klinkerschacht. Es war Marys verschwundener Ehemann. Er wollte seine Kinder vor einem Jahr zu Weihnachten überraschen und sich durch den Schornstein hinab lassen. Jedoch blieb er an einem Vorsprung hängen, verkeilte sich und erstickte.

Anmerkung & Erklärung:

Diese Geschichte kursiert in etlichen Variationen schon seit fast 30 Jahren. Und tatsächlich ist derartiges schon des öfteren passiert – wenn auch ohne Weihnachtsmannkostüm. So ist 1985 ein Einbrecher im US-amerikanischen Natchez spurlos verschwunden. Nach satten 16 Jahren wurde seine mittlerweile skelettierte Leiche bei Renovierungsarbeiten in einem Kamin entdeckt. 2010 starb eine Frau, als sie versuchte, durch den Kamin in das Haus ihres Ex-Freundes einzubrechen. Nach mehreren Tagen wurde ihre Leiche gefunden. Die Frau hatte sich mehrere Schnittwunden zugezogen, weswegen ihr Blut in die Feuerstelle zu tropfen begann. 2014 konnte in Thousand Oaks in Kalifornien hingegen nur mit viel Mühe eine junge Frau aus einem Kaminschacht gerettet werden. Die liebestolle Maid wollte ihren Liebhaber überraschen, war jedoch im engen Backsteintunnel stecken geblieben.

Diese Geschichte gibt es auch als Black Story.

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