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Glühbirne

Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg: Ein junger Mann aus der Umgebung von Essen hatte sich an einem verregneten Nachmittag auf eine Einkaufstour auf den allgegenwärtigen Schwarzmärkten begeben. Außer überteuerten Lebensmitteln kaufte er bei einem Händler auch eine Glühbirne für sein Esszimmer, da die Letzte erst vor kurzem zu Bruch gegangen war.

Wieder zu Hause schraubte der Deutsche die Glühbirne umgehend ein und erfreute sich an ihrem gelblichen Schein. Während den kommenden Jahren verrichtete die Glühlampe unentwegt ihren Dienst. Selbst nach Jahrzehnten leuchtete sie immer noch, was dem mittlerweile älteren Mann seltsam erschien. Schließlich musste er alle sonstigen Glühbirnen in den anderen Räumen schon dutzende Male austauschen.

Kurz entschlossen stieg der Mann auf einen Stuhl, schraubte die Glühlampe heraus und entdeckte das Signum des Herstellers - Osram -, samt einer seltsamen Nummer auf der Einfassung. Da er unbedingt das Geheimnis der Langlebigkeit lösen wollte, schrieb der ältere Herr die Firma an, schilderte seinen Fall und fragte, ob man ihm bei der Lösung des Rätsels behilflich sein könnte.

Schon wenig später erhielt der ältere Herr ein Rückschreiben, wonach man ihm die Glühbirne gerne abkaufen wolle.

Dieses kam dem Deutschen allerdings äußerst merkwürdig vor, weshalb er das Angebot ablehnte, die Glühbirne in ein Bankschließfach sperrte und zu recherchieren anfing. Wie er nach Monaten endlich entdeckte, hatte der bekannte Glühbirnenfabrikant einst ein Patent auf eine Glühbirne angemeldet, welche ewig brennen würde und schlicht unverwüstlich sei. Allerdings war die Glühlampe nie in Massenproduktion gegangen, da dies für Osram wirtschaftlicher Selbstmord gewesen wäre.

Allerdings, so schätzte der Mann, wären während der Kriegswirren scheinbar einige der Prototypen gestohlen und auf Schwarzmärkten verkauft worden. So war auch er an seine ewig brennende Glühbirne gekommen.

Anmerkung und ErklärungBearbeiten

Die gleiche Geschichte findet sich auch auf sagen.at und ist darüber hinaus – mit kleinen Variationen – auch in den USA, Frankreich und etlichen weiteren Ländern bekannt.

Angeregt wurde diese Legende wahrscheinlich durch eine Glühbirne, welche in einer Feuerwache der Stadt Livermore ihren Dienst verrichtet. Bereits seit 1901 ist sie durchgehend im Betrieb, was sie zur langlebigsten Glühlampe der Welt macht. Ähnlich phänomenale Alter haben auch eine Glühbirne im Livestock Exchange Building - Fort Worth, Texas – und Gasnick Supply, einem Eisenwarenladen, in New York City auf dem Buckel.

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