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Kuchisake-Onna

Eine japanische Urbane Legende besagt, dass einst in der Heian-Zeit (794-1185) ein Samurai, in einigen Geschichten ein Ninja, lebte, welcher eine wunderschöne Frau hatte. Sie war jedoch auch sehr eitel und er wusste nicht, ob sie ihm treu war.

Er war ein sehr jähzorniger Mann und eines Nachts verlor er die Beherrschung, weil er glaubte, dass seine Frau ihn betrogen hatte. Mit seinem Schwert schlitzte er ihr den Mund von Ohr zu Ohr auf, damit niemand mehr sie schön finden möge.

Der Legende nach war sie von da an verflucht und in nebligen Nächten streift sie durch die Straßen. Früher hatte sie ein Seidentuch vor ihrem Mund, heutzutage trägt sie oft eine in Japan nicht unübliche OP-Maske. Trifft sie auf eine Person bei ihren nächtlichen Spaziergängen, so bleibt sie stehen und fragt: "Bin ich schön?"

Wenn die Person diese Frage bejaht, so reißt die Kuchisake-Onna ihre Maske herab und zeigt ihren weit geöffneten, verstümmeltem Mund, wobei sie fragt: "Jetzt auch noch?" Falls man vor ihr flieht oder in Panik verfällt, so wird sie ihr Opfer unbarmherzig jagen, oft mit Messern oder einer Sense bewaffnet.

Männer tötet sie auf grauenvolle Art und Weise oder schneidet ihnen mit einer riesigen Schere den Kopf ab. Frauen dagegen macht sie zu einer neuen Kuchisake-onna, verflucht, von nun an selbst Nacht für Nacht durch die Straßen zu wandern. Kinder bringt sie in ihr Versteck und quält sie zu Tode.

Es gibt auch andere Varianten, wie die Kuchisake-Onna entstanden sein soll:
*Durch eine misslungene Atemwegsoperation.
*Durch eine von ihrem Mann aufgedrängte Schönheitsoperation. In dieser Variante verließ der Mann die Kuchisake-Onna zusammen mit ihrem gemeinsamen Kind.
*Durch radioaktive Strahlung. Dadurch soll sie 7 Zehen an einem Fuß bekommen haben, weswegen sie schneller laufen kann als ein normaler Mensch.
*Eine Motorradgang vergewaltigte eine Frau und ließ sie psychisch zerstört zurück, weswegen sie sich den Mund aufschlitzte. Hier gibt es auch eine Variante, nach der die Gang ihr den Mund aufschlitzte.
*Sie schlitzte sich den Mund selbst auf, nachdem sie aus einer Anstalt für psychisch Kranke geflohen war.

Damit die Kuchisake-Onna einem nichts tut, kann man ihr antworten, dass sie normal aussieht oder ihr die Gegenfrage stellen, ob sie einen schön findet. Außerdem kann man ihr eine Frucht oder Süßigkeiten schenken, weil sie diese Sachen liebt, aber nicht essen kann. Das verschafft einem Zeit zum Fliehen. Man kann sie auch loswerden, indem man sechs Mal "Pomade" ruft, weil ihre Vergewaltiger oder der Arzt aus neueren Erzählungen nach Pomade gerochen haben sollen. Wenn man ihr sagt, dass man einen wichtigen Termin hat, entschuldigt sie sich für ihr Auftauchen. Außerdem wird erzählt, dass sie es schwer hat, Menschen mit der Blutgruppe 0 zu töten, weil diese in Japan Glück bringen soll und dass sie keine Treppen benutzen kann.


Während des Frühjahrs und Sommers 1979 gab es eine Kuchisake-onna Panik in Japan. Es gingen Gerüchte um, dass sie tatsächlich durch die Straßen zieht und vor allem Kinder tötet. Viele Kinder trauten sich nicht mehr aus dem Haus. Außerdem durften viele Kinder nur in Gruppen zur Schule gehen und wurden von Lehrern begleitet.

Eine ähnliche Panik gab es 2004 in Korea. Dort soll eine Frau eine rote Maske getragen haben.

2007 soll ein Mann Aufzeichnungen über eine Geisteskranke gefunden haben, die Kinder gejagt haben soll, aber von einem Auto erfasst wurde und starb. Durch den Unfall soll ihr Gesicht ebenso entstellt worden sein wie das der Kuchisake-onna in der Geschichte. Die Aufzeichnungen sollen 1970 entstanden sein.

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