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Mothman - Der Mottenmann

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Ein graues Wesen mit zwei großen gefalteten Flügeln und einer stattlichen Größe von immerhin 1,80 - 2,00 Metern stand auf zwei kräftigen menschlichen Beinen und starrte mit glühenden roten Augen das näherkommende Fahrzeug an. Da das Wesen wohl keinen Kopf hatte oder zumindest keinen erkennbaren Hals, der vom Körper weg in den Kopf überging, wirkte es als seien die Augen direkt mit dem Körper verbunden. Roger Scarberry, seine Frau und zwei Freunde sahen diese unheimliche und menschenähnliche Erscheinung am 15. November 1966 gegen 23:30 Uhr an einer, nach dem Krieg still gelegten, Sprengstofffabrik nahe Point Pleasant in West Virginia. Starr vor Schreck versuchten sie davon zu fahren und beschleunigten auf über 160 km/h. Das Wesen jedoch, oder ein weiteres ihrer Art flog ihnen hinterher. Es konnte mühelos mit der Geschwindigkeit des Autos mithalten und das sogar, ohne die riesigen Flügel zu bewegen. Während des Fluges stieß es dabei schaurig spitze Schreie aus.

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Kurz vor Point Pleasant war das Wesen verschwunden. Sie fuhren zum Gerichtsgebäude von Mason County und berichteten dort dem stellvertretenden Polizeichef, Millard Halstead, von ihrer schrecklichen Begegnung. Millard Halstead fuhr mit ihnen dann nochmals zur Fabrik, doch es war nichts mehr zu sehen.

Die 4 waren jedoch nicht die ersten in der Umgegung von Point Pleasant, die eine Begegnung mit dem sogenannten Mottenmann hatten. Bereits 1961 hatte wohl ein ähnliches Ungeheuer 2 Personen in einem Fahrzeug erschreckt, als diese auf der Route 2 den Ohio River entlang fuhren. Hier stand das Wesen inmitten von der Fahrbahn und breitete, als das Auto näher kam, die riesigen Flügel aus. Die 2 Augenzeugen berichteten davon, dass die Spannweite an die drei Meter reichte. Jedenfalls schwang sich das Wesen mit diesen riesigen Schwingen kerzengerade in die Luft.

Mottenmann1.jpg

Die Begegnung der Scarberrys mit dem Mottenmann kam in die Zeitung und sorgte für gewaltige Schlagzeilen. Hier erhielt das Wesen seine Bezeichnung Mottenmann oder Mothman, im Original. Nun meldeten sich innerhalb von 13 Monaten über 100 Augenzeugen, die den Mothman in oder um Point Pleasant gesehen haben wollen. Die Schilderungen der Augenzeugen ähnelten denen der Scarberrrys. 1967 wurde der Mottenmann dann das letzte mal gesehen und verschwand ebenso abrupt, wie er aufgetaucht war. Er wurde in Point Pleasant nie mehr gesehen. John Keel veröffentlichte 1975 den Klassiker "The Mothman Prophecies" und lieferte damit eine umfassende und nachdenklich stimmende Dokumentation. Keel führte in seinem Buch auf daß die Erscheinungen des Mottenmanns, zur damaligen Zeit, nicht der einzigste rätselhafte Vorfall in der Gegend um Point Pleasant war. Es grassierten unzählige Berichte über Ufos und schreckliche Verstümmelungen von Tieren. Viele Häuser der Gegend erhielten beunruhigenden Besuch von stets in schwarz gekleideten Beamten. Dieses Phänomen wird normalerweise als "die Männer in Schwarz" bezeichnet.

Mottenmann8.jpg

Keel und eine Reihe anderer Forscher kamen daher zu dem Schluss, dass es sich beim Mottenmann um eine übersinnliche Erscheinung handeln musste. Möglicherweise um einen Eindringling aus einer anderen Zeit- und Raumdimension.

Dr. Robert Smith, ein Biologe der West Virginia University, lieferte eine traditionellere Erklärung. Er war der Ansicht, dass es sich beim Mottenmann um einen Zugvogel der Familie des großen, graugefiederten Kanadakranichs oder Grus canadensis handelte. Doch hat diese Vogelart einen langen Hals und daher kaum eine Ähnlichkeit mit dem Wesen, das die Augenzeugen gesehen haben wollen.

Die jedoch wohl verblüffenste Lösung wurde vermutlich 1988 vom Forscher Mark Hall in "Thunderbirds! The Living Legend of Giant Birds" geboten. Hall weist darauf hin, dass im nordwestlichen Pazifik, dem Ozark-Gerbirge in Missouri und den Alleghendy-Plateau in Pennsylvania die Indianer ebenso wie die ersten westlichen Siedler fest an die Existenz einer Rieseneule glaubten. Sie bezeichneten sie als große Eule, Booger Eule oder Big-Hoot (hoot = Eulenschrei). Eine solche Eule ist der Wissenschaft jedoch nicht bekannt, doch könnte sie dem Mottenmann ähnlich sehen. Denn Eulen haben, anders als die meisten anderen Tierarten, große Augen, die rot aufleuchten können.

Mottenmann leuchtende Augen.jpg

Doch leider existieren keinerlei Beweise für die Existenz der Big-Hoot und somit wird diese ebensowenig akzeptiert wie der Mottenmann selbst. Dennoch gibt dessen Erscheinung noch weitere Rätsel auf. So stürzte z.B. am 15. Dezember 1967 um kurz nach 17:00 Uhr die große "Silver Bridge" über dem Ohio River ein. 46 Menschen verloren dabei ihr Leben. Viele gaben hierfür dem Mothman die Schuld. Auch soll er hin und wieder an anderen Orten der Welt gesichtet worden und für darauffolgende Unglücke verantwortlich gewesen sein. Bestätigen konnte dies jedoch niemand. Und solange es keine standhaften Beweise für die Existenz des Mottenmannes gibt, wird dessen Erscheinung noch weitere Fragen und Spekulationen aufwerfen.

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